nabemo: nachgefragt bei goFLUX

Carpooling ist eine einfache, kostengünstige und sehr wirksame Möglichkeit für Unternehmen, einen Beitrag zur Reduzierung von Verkehrsemissionen sowie für mehr Nachhaltigkeit zu leisten. Dank Mitfahr-Apps gehört das Schwarze Brett für Fahrgemeinschaften auf dem Arbeitsweg immer öfter der Vergangenheit an und die Bildung und Organisation von diesen wird deutlich vereinfacht. Wir haben bei goFLUX nachgefragt und uns mit Wolfram Uerlich zu diesem Thema unterhalten.

In unserer Interview-Reihe „nabemo: nachgefragt bei…“ unterhalten wir uns mit Gestalter*innen, Macher*innen, Pionier*innen und Expert*innen nachhaltiger Mobilität und liefern Ihnen einen Einblick hinter die Kulissen. Was sind die Visionen dieser Personen und Unternehmen, welche Beiträge leisten sie mit ihren Ideen und Lösungen für eine nachhaltige Zukunft, mit welchen Herausforderungen haben sie zu kämpfen oder welche Tipps zur Gestaltung nachhaltiger Mobilität können sie (anderen) Unternehmen mit auf den Weg geben? Diesen und weiteren spannenden Fragen stellen sich unsere Gesprächspartner*innen und geben Ihnen einen neuen und frischen Blickwinkel auf klimafreundliche Mobilität und seine Lösungen.

In unserer Interview-Reihe „nabemo: nachgefragt bei…“ unterhalten wir uns mit Gestalter*innen, Macher*innen, Pionier*innen und Expert*innen nachhaltiger Mobilität und liefern Ihnen einen Einblick hinter die Kulissen. Was sind die Visionen dieser Personen und Unternehmen, welche Beiträge leisten sie mit ihren Ideen und Lösungen für eine nachhaltige Zukunft, mit welchen Herausforderungen haben sie zu kämpfen oder welche Tipps zur Gestaltung nachhaltiger Mobilität können sie (anderen) Unternehmen mit auf den Weg geben? Diesen und weiteren spannenden Fragen stellen sich unsere Gesprächspartner*innen und geben Ihnen einen neuen und frischen Blickwinkel auf klimafreundliche Mobilität und seine Lösungen.

Wolfram Uerlich goFLUX

Wolfram Uerlich der Gründer und CEO von goFLUX (Bild: goFLUX)

Hallo Wolfram. Schön, dass wir uns heute unterhalten. Stell dich doch bitte für unsere Leser*innen kurz vor.

Hi, ich bin Wolfram, Gründer und Geschäftsführer von goFLUX. Unsere Reise begann im Herbst 2017. Ich war in den letzten Zügen meines Studiums und beobachtete ein tägliches Problem im Kölner Stadtverkehr: Volle Straßen, Autos – mit meist nur einer Person besetzt – und dazu ein überfüllter Bus. Als ich dieses Bild so vor Augen hatte, erkannte ich das bisher ungenutzte Potential vorhandener Ressourcen und wollte das verändern!

Was genau macht goFLUX?

goFLUX ist eine Mitfahr-App für tägliche Fahrten. Anders als eine „Mitfahrgelegenheit“ – das Wort sagt es ja schon: die man nur ab und zu mal nutzt – sind wir eine Mobilitätslösung, die vor allem Kurz- und Pendelstrecken bedient. Mit goFLUX haben wir eine App auf den Markt gebracht, die es Nutzenden so einfach wie möglich macht, in wenigen Sekunden Fahrten anzubieten und zu buchen. Wir haben einen Algorithmus und Features entwickelt, die es so noch nicht gab und die die Menschen, mit ihren spezifischen Bedürfnissen abholt.

Was ist eure Vision für nachhaltige Mobilität?

„Stell dir vor, dir steht überall und jederzeit die perfekte, nachhaltige Mobilitätslösung zur Verfügung.” Wir arbeiten jeden Tag daran, unsere Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen werden immer individueller und wir möchten ihnen, gemeinsam mit anderen nachhaltigen Angeboten, gerecht werden. Auch hier verfolgen wir das einfache Credo: Gemeinsam erreichen wir mehr. Wir hoffen, dass sich viele Menschen und Unternehmen der Sharing-Kultur anschließen.

Welchen Beitrag leistet die Mitfahrgelegenheit bzw. Carpooling für nachhaltige Mobilität und Klimaschutz?

Das Schöne am gemeinsamen Fahren ist, dass sich die positiven Auswirkungen immer potenzieren. Wer Carpooling nutzt, hat nicht nur eigene Vorteile, sondern tut auch immer etwas Gutes für unser gesamtes System: Für die Umwelt und für die Gesellschaft. Jede gemeinsame Fahrt sorgt dafür, dass private Fahrten besser ausgelastet sind, dadurch reduzieren sich Staus und Emissionen. Sowohl Fahrende als auch Mitfahrende sind dadurch nachhaltig, flexibel und günstig unterwegs. Außerdem sparen Berufspendelnde, vor allem bei regelmäßiger Nutzung, deutlich Spritkosten.

Schaut man sich die Statistik an – jedes Auto ist im Schnitt nur mit 1,5 Personen besetzt – dann erkennen wir das enorme Potential, das wir gemeinsam, auf einfache Art und Weise, für uns nutzen können. An Klimaschutz kommt heute einfach niemand mehr vorbei. Carpooling verbindet innovative Mobilität mit Nachhaltigkeit.

Was sind aus eurer Sicht die drei größten Hürden für Carpooling in Unternehmen?

Mitarbeitende haben meist einen standardisierten Tagesablauf und auch die Art, wie sie zur Arbeit kommen, ist geregelt. Eine Hürde ist, diese Routinen zu durchbrechen und Carpooling mit in den Tagesablauf zu integrieren. Dabei sollte es den Menschen so einfach wie möglich gemacht werden, ihre Gewohnheiten zu verändern und dafür auf innovative und nachhaltige Möglichkeiten zurückzugreifen.

Eine weitere Herausforderung ist, Unternehmen davon zu überzeugen, dass Carpooling nur dann erfolgreich funktioniert, wenn man sehr intensiv dafür wirbt und es ins Bewusstsein der Gesellschaft bringt. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Bewerbung über möglichst viele Kanäle stattfinden sollte –  und zwar über Monate und Jahre hinweg. Je mehr ein Unternehmen diese sinnvolle und nachhaltige Mobilitätslösung in den Vordergrund stellt, desto größer die Synergie-Effekte.

Wir erleben, dass die Compliance- und Datenschutzprozesse, vor allem in großen Unternehmen, teilweise so lang sind, dass vom Erstgespräch bis zum Start der Nutzung einer Carpooling-App viel Zeit vergeht. (Das ist schade, denn so müssen Mitarbeitende ggf. sehr lang auf eine nachhaltige Mobilitätslösung warten.)

Was sind die drei größten Vorteile von Carpooling für Unternehmen?

Carpooling im Unternehmen bedeutet eine nachhaltige Mobilitätslösung zu geringen Kosten. Durch das Mitfahren werden vorhandene Fahrzeuge besser ausgelastet, sodass Unternehmen Fahrzeug- und Infrastrukturinvestitionen einsparen. Gleichzeitig mindern sie ihren betrieblichen CO2-Austoß. Außerdem fördert Carpooling einen sozialen Austausch und den Zusammenhalt über Abteilungen und Hierarchien hinweg.

Welche drei Tipps für Mitfahrgelegenheiten könnt ihr Unternehmen mit auf den Weg geben?

Hier knüpfe ich gerne nochmal an die Hürden an. Um das Mitfahren erfolgreich im Unternehmen zu integrieren, ist es notwendig, aus unterschiedlichen Perspektiven auf diese neue Art der Mitarbeitenden-Mobilität aufmerksam zu machen. Wichtig sind die Pro-Argumente, die auf diversen Kanälen, über Texte und unterschiedliche Materialien im Unternehmen gestreut werden sollten, am besten zu regelmäßigen Zeitpunkten.

Wir empfehlen außerdem, Anreize zu setzen, beispielsweise über Prämien oder freie Parkplätze, speziell für Carpooling-Nutzende. Bei goFLUX zum Beispiel unterstützen wir diese Kommunikation und machen Vorschläge für passende Anreizsysteme.

Auch sollte sich das Unternehmen mit möglichst vielen Arbeitgebenden rund um ihren Standort zusammenschließen, da so schneller ein dichteres Nutzungs- und Fahrtennetz entstehen kann.

Mit welchen nachhaltigen Mobilitätslösungen sind die Mitarbeiter*innen von goFLUX unterwegs?

Die meisten von uns kommen mit dem Fahrrad, dem Bus oder der Bahn. Einige nutzen aber auch öfter Sharing Angebote, wie z.B. Scooter, Bike- oder Carsharing.

Dankeschön Wolfram für diesen spannenden und informativen Einblick und alles Gute weiterhin für goFLUX!

Möchten Sie mehr über Carpooling und Mitfahr-Apps für Unternehmen erfahren? Dann schauen Sie sich unbedingt unseren Mobilitäts-Ratgeber-Beitrag zu diesem Thema an.

Weitere Informationen zu goFLUX finden Sie hier:

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